Grabfunde

Hinweise zu den Gräbern in der Johanneskirche:

Bei der Renovierung der Johanneskirche wurden im Jahr 2000 im vorderen Langhaus drei Gruften entdeckt. Sie sind mit neuen Steinplatten abgedeckt worden, die an einem kleinen Kreuz zu erkennen sind. Den Wandinschriften zufolge wurden sie zuletzt im 18. Jahrhundert geöffnet. Wer hier bestattet ist, ist unbekannt. Vermutlich sind es Mitglieder der Familien von Nürnberger Pflegern, die im Engelthaler Pflegschloss wohnten.

Grab 1, Blick nach Osten

Grab 2, Blick nach Süden

Grab 3, Blick nach Westen

Grab 4, Blick nach Westen mit Datierung (Gesamtansicht)

Grab 3, Blick nach Osten

Grab 3, Blick nach Osten mit Datierung

Nach Entdeckung der Gräber kamen Vermutungen auf, dass Familienmitglieder der Klosterstifter (Schenken von Reicheneck) hier bestattet sein könnten (oder eigentlich wiederbestattet, da die Stifterfamilie schon im 16. Jahrhundert ausgestorben war). Begründet wurde die Vermutung damit, dass bekanntermaßen die Stifterfamilie ihr Grab "bei der Chorstiege" hatte. Anscheinend meinte man, die "Chorstiege" sei die Stufe zum Altarraum der Kirche, wo die gefunden Gräber sich befinden. Die "Chorstiege" war aber eine Treppe zur Nonnenempore, wie aus alten Urkunden hervorgeht. Sie befand sich unterhalb der Nonnenempore, beim damaligen Südportal der Kirche, im hinteren Drittel des Langhauses. Dort war das Grab der Stifter, und übrigens auch das Grab der Christina Ebner.

Matthias Binder